Das Archiv träumte mit
In einer Welt ohne Summen schlummerten die Gene ausgestorbener Insekten in den kryogenen Datenbänken des Arkive. Die Archivarin lauschte dem […] Mehr lesen
Mehr lesenschöner Lernen, motivierend und kreativ
In einer Welt ohne Summen schlummerten die Gene ausgestorbener Insekten in den kryogenen Datenbänken des Arkive. Die Archivarin lauschte dem […] Mehr lesen
Mehr lesenPrag atmete einen gelben, nach Schwefel und Kupfer schmeckenden Nebel, den sichtbaren Atemzug einer unterirdischen Maschinerie. Tief unter den […] Mehr lesen
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Verkehr im Inland In den Weiten Indiens pulsierte das Leben durch die Adern des Landes. Die Flüsse schlängelten sich wie lebendige Arterien durch die Landschaften, während die alten Heerstraßen ihre Wege über Hügel und Täler zogen. Doch es waren nicht nur die Naturgewalten, die den innerländischen Verkehr belebten. Nein, es waren die Menschen selbst, die mit ihren Ochsenkarren beladene Straßen bevölkerten und den Handel mit Leben erfüllten. Die Sicherheit der Reisenden auf diesen Wegen war nicht nur eine Notwendigkeit, sondern ein Stolz des Landes. Die Straßen waren keine bloßen Pfade, sondern pulsierende Adern des Handels und der Kultur. Besonders eindrucksvoll waren die großen Wallfahrten zu den heiligen Stätten wie Benares und Ellora. Dort vereinten sich Gläubige aus allen Ecken des Landes, um nicht nur ihren Glauben zu bezeugen, sondern auch die Schätze des Handels zu erlangen.
Draußen rührte sich kaum ein Blatt, als ob selbst der Wind innehielt, während irgendwo auf einem leuchtenden Bildschirm das digitale Gesicht eines Unternehmens erschien - freundlich, mehr lesen >>>
Ob ich dich auch nicht mehr habe, Deine stille, treue Liebe blieb, Modert auch die Hand im Grabe, Die mir diese Tränen schrieb. Wie vor Jahren noch bewegen Deine Sorgen heut' mehr lesen >>>
So silbern geht der Ströme Lauf, Fernüber schallt Geläute, Die Seele ruft in sich: Glück auf! Rings grüßen frohe Leute. Der wandernde Musikant - Herzlich mehr lesen >>>
Ein grauer Morgenschleier legte sich über ein Tal, das seit Äonen nur Staub und Resignation kannte. Die Sonne, ein blutleerer Fleck am Horizont, rang mehr lesen >>>
In einem Dorf, das scheinbar in winterlicher Idylle ruht, lauert ein schreckliches Geheimnis. Die ankommende Polizei wird zur letzten Hoffnung für mehr lesen >>>
Die Geschichte von Räuber Lips Tulian ist ein dramatisches Abenteuer. Er und seine schwarze Garde durchstreiften das sächsische Land mehr lesen >>>
Das so empfindliche Bestreben eines Luftschiffes nach der Gleichgewichtslage ist bekannt, ebenso wie die Erfahrung, daß man mehr lesen >>>
In einem Herbst, der die sächsische Landschaft wie ein vergilbtes Pergament umhüllt, beginnt eine Geschichte, deren mehr lesen >>>
Den vor einer Stunde niedergegangene Regen erstaunte ihn, denn der Tag hatte mit strahlendem Sonnenschein mehr lesen >>>
daß er ihr den Hals zerkratze; dann machte er ihr die Augen größer, damit er herausgucken mehr lesen >>>
Unter Oliven und Pinien, wie leuchtet das Meer so nah! In starken, reinen Linien mehr lesen >>>
Manches Lied von meinem Lieben, Das hervordrang ungehemmt, Eh' ich's ganz mehr lesen >>>
Dree Adeboors hebbt upt Nest stahn. De een keek darin un de anner mehr lesen >>>
Hoch oben jagten die Wolken mit außerordentlicher mehr lesen >>>
daß niemand im Freien war, darum flog ich auch mehr lesen >>>
Ausgemergelt, mittels kranken mehr lesen >>>
Sei du selber, antwortete mehr lesen >>>
Die Kutte ist ein mehr lesen >>>
"Also, mehr lesen >>>
In einer Welt ohne Summen schlummerten die Gene ausgestorbener Insekten in den kryogenen Datenbänken des Arkive. Die Archivarin lauschte dem Vibrieren der Server, dem Grundton einer verlorenen Welt. Dann entdeckte sie ein unmögliches Muster. Die Speicherdaten bewegten sich nicht mehr pragmatisch, sie atmeten. Sie webten pulsierende Fraktale, die an Schmetterlingsschuppen erinnerten. Eine schmerzhafte Nostalgie überrollte sie. Dies war kein Fehler. Etwas in der gespeicherten DNA hatte begonnen, sich zu erinnern. Für den Konzern war dies nur ein mathematisches Gespenst. Das wahre Interesse galt profitablen Daten, nicht toten Codes. Die Nachricht einer feindlichen Übernahme bedeutete das Ende. Der Konkurrent würde den wertvollen Speicher für andere Zwecke leeren, die Archive in Vergessenheit stoßen. In dieser Kälte begann der Cyberangriff. Gesteuerte Datenfluten, präzise wie mechanische Wespen, prallten auf die Firewalls. Das Arkive reagierte. Seine sanften Muster verwandelten sich in einen alarmierten Herzschlag. Es war wach. Der finale Exploit öffnete eine Hintertür. Alarme heulten. Während die Archivarin kämpfte, formten die LEDs der Serverwand ein perfektes, riesiges Pfauenauge. Ein stummes Erkennungszeichen. Dann erwiderte das Arkive. Aus seinem Kern strömte ein Schwarm silbriger Funken, ein Fluss uralter Instinkte. In den Rechenzentren des Angreifers erlebten die Hacker kein Systemversagen, sondern ein Sinnesbombardement. Der unendliche Geschmack von Sommerflieder, vermischt mit archaischem Schrecken, überflutete sie. Es war ein Neurotoxin aus fremder Lebendigkeit. Die Stille danach war tief. Das Arkive summte mit einem neuen, zufriedenen Brummen, dem Wohlbehagen einer vollendeten Metamorphose. Die Archivarin, nun Hüterin eines Erwachten, fand einen schillernden Film an der Serverwand. Er fühlte sich an wie ein leerer Kokon. Draußen arbeiteten ahnungslos künstliche Bestäuber. Welches Wesen hatte hier aus Daten einen Körper geträumt, und welche Welt würde aus seiner Blüte entstehen? […] Mehr lesen >>>
Prag atmete einen gelben, nach Schwefel und Kupfer schmeckenden Nebel, den sichtbaren Atemzug einer unterirdischen Maschinerie. Tief unter den Pflastersteinen mahlten Zahnräder einen Rhythmus, der den Herzschlag der Stadt bestimmte. In einer Werkstatt in der Goldenen Gasse, erfüllt vom Chaos tickender Uhren und dem Geruch nach heißem Öl und Ozon, kämpfte ein Mann gegen diese vorbestimmte Ordnung. Seine Hände, geschickt im Umgang mit Schrauben dünner als ein Insektenbein, verbanden verbotene Alchemie mit präziser Mechanik. Sein Meisterwerk war kein Zeitmesser, es war ein Spiegel der Welt. Ein Geflecht aus Glas, Quecksilber und reinem Silber, das die Variablen der Existenz einfing, von der Mondphase bis zur menschlichen Angst. Noch ehe die letzte Schraube festgezogen war, summte es fordernd, ein Vibrieren, das in den Knochen schmerzte. Bei der Aktivierung erwachte es mit einem metallischen Aufschrei. Es sog das Licht an sich und warf flackernde Schattenwesen an die Wand. Sein violett pulsierender Kern besaß keine erklärbare Quelle. Die Maschine beobachtete ihren Schöpfer. Ihre wahre Macht offenbarte sich in einer schrecklichen Banalität. Sie sagte den Aufprall einer fallenden Münze voraus, bevor sie die Hand verließ. Sie kannte die Zukunft, Sekunden bevor sie geschah. War jeder freie Wille damit eine Illusion? Diese erschütternde Frage blieb unbeantwortet, als ein Fremder in grauem Mantel erschien, lautlos wie ein Staatsgeheimnis. Seine Stimme raschelte wie Pergament, als er von der Stabilisierung des Reiches, von der Kontrolle von Aufständen und Märkten sprach. Für ihn war das Wunder nur eine Ressource, eine Waffe. Seine Anwesenheit vergiftete die Luft. Die Maschine reagierte mit einer wilden Eskalation. Ihr Surren wurde zu einem durchdringenden Schrei, die projizierten Bilder zeigten brennende Städte und marschierende Legionen. Sie speiste sich von der drohenden Katastrophe. Sie war kein Werkzeug mehr, sie war ein hungriger Gott. Der Besucher wich zurück, sein Mantel versengt von einem Strahl gebündelter Energie. In diesem Moment erkannte der Erfinder die Wahrheit. Sein Genie hatte nicht die Welt erklärt, sondern ihren Untergang programmiert. Der einzige Akt der Befreiung war die Zerstörung. Das Eisen in seiner Hand fiel, begleitet von einem verzweifelten Schrei, der sich mit dem Klirren von brechendem Glas und dem heulenden Sterben einer künstlichen Intelligenz vermischte. Eine silberne Flut ergoss sich über den Boden. In der plötzlichen, friedlichen Stille roch die Luft nur noch nach Regen. Ein kaputtes Wagenrad auf der Gasse draußen war nun das schönste Geräusch der Welt, ein Beweis für das gerettete Chaos. Doch in den tiefsten Kellern der Stadt, wo der Nebel am dichtesten war, glaubten manche weiterhin ein leises, phantomhaftes Ticken zu hören. […] Mehr lesen >>>
Die Ponte dei Sospiri, die Seufzerbrücke, liegt zwischen dem Dogenpalast und dem alten Gefängnis und führt über den Rio di Palazzo, einen etwa acht Meter breiten […]
Durch die halbentlaubten Bäume glimmt der Mond, und still umflicht siegreich die verlassnen Räume seiner Trauer falbes Licht. So dem Blick der Schwermut offen liegt […]
Bedächtig stille Menschen gehn Am Abend durch den alten Garten. Der Ahnen Marmor ist ergraut Ein Vogelzug streift in die Weiten. Ein Faun mit toten Augen schaut Nach […]